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16. KUNST IN DER KIRCHE

Héctor Velázquez Gutiérrez: „Gewand des Heiligen Christophorus“ / Objekt

13.10. 2017 – 12.11.2017 in der Kirche St. Christophorus, Berlin Neukölln 

Vernissage 13. Oktober 2017, 19.30 Uhr

Jeden Freitagabend während der Winterzeit sorgen die Freiwilligen der Gemeinde St. Christophorus dafür, dass Obdachlose eine warme Mahlzeit und einen Schlafplatz bekommen. Das Nord-Neuköllner Nachtcafé ist eine der Arbeiten wodurch die Gemeinde in Berlin bekannt ist.

Héctor Velázquez Gutiérrez hat in seinem Projekt Gewand des Heiligen Christophorus, sowohl mit dem Heiligen Christophorus, seiner Geschichte und Symbolik als auch mit dem sozialen Engagement der Gemeinde sich intensiv beschäftigt und auseinandergesetzt. Für ihn ist dieses Engagement ein Sinnbild des Heiliger, wer der Legende nach, den Menschen geholfen hat den Fluss zu überqueren. Eine Hilfe, die diese Gemeinde „vielen Menschen zukommen lässt: Frauen, Obdachlosen und Menschen im Exil werden geholfen auf die andere Seite des Flusses zu gelangen“.

Héctor Velázquez Gutiérrez befasst sich in seiner Arbeit mit den Themen Haut, Kleider und kartografischen Darstellungen. Der Künstler verwendet in seiner Arbeit hauptsächlich „weiche Materialien “ wie Textilien, Fäden, Leder, Wolle, etc.
Mit diesen Materialien, die genäht, geklebt, verknotet oder verschnürt werden, geht er der Frage der Repräsentation des Körpers nach. Für seine zwei grossformatige Gewände des Heiligen Christophorus (280 x 230 x 80 cm) benutzte er gebrauchte Kleider, die hauptsächlich aus der Kleiderkammer von St. Clara entstammen. Das heißt, diese Kleider wurden abgegeben, um Obdachlosen und bedürftige Menschen zu helfen. In einem langen Herstellungsprozess des Nähens, Zusammenfügen, und Experimentieren nehmen diese Kleiderstücke eine neue Form an, sie werden Umhang, Mantel, Gewand und verweisen auf die Doppeldeutigkeit des Symbol: auf der einer Seite sind sie das Gewand, was trägt und beschützt, auf der anderer deuten auf den Transformationprozesses des künstlerischen Aktes schlechthin. Den Aspekt des Leidens -St. Christophorus trägt das Leiden der Welt- versucht Velázquez Gutierrez mit seinen „genähten topografische Karten“ zu zeigen. Der Künstler fragt sich selber“ Was bedeutet es heute die Welt zu tragen?“ und suchte nach topografischen Darstellungen der Orten, wo heute gemordet, gelitten und zerstört wird. Er näht nach der Quilts Technik die Höhenlinien solche Karten und erzeugt damit eine Art organische Membran, die Leid symbolisiert und Gewand zugleich ist. Die Karten von Acapulco oder Aleppo werden zu etwas Körperhaftem umgewandelt.

Héctor Velázquez Gutiérrez (1965) Mexico City studierte an der Escuela Nacional de Artes Plásticas UNAM México (1986-1988) und Bildahuerei an der Kunstakademie Stuttgart (1988-1994) beim Prof. Giuseppe Spagnuolo und anschliessend an der UDK Berlin (1994-1996) bei Frau Prof. Cristina Kubisch und Prof. Lothar Baumgarten.
Er erhielt verschiedene Preise und Auszeichnungen und sein Werk wurde in Einzel- und Gruppenausstellungen in Mexiko, Deutschland, der Niederlande, Frankreich, USA, Kanada u.a, gezeigt. Seine Arbeit ist in mehreren öffentlichen und privater Sammlungen, darunter el Banco de México, Museum für zeitgenössische Kunst UNAM, Kunstmuseum Querétaro, Kunstmuseum Alvar y Carmen T. de Carrillo Gil und Fundación José Cuervo (Mexiko).

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Mit Gewand des Heiligen St. Christophorus geht Kunst in der Kirche zu Ende.
Diese Entscheidung ist das Ergebnis eines langwierigen und schweren Prozesses.
Fünf Jahren lang haben wir ein tolles Projekt auf die Beine gestellt, das über die Grenzen Berlins hinweg bekannt wurde. Fünf intensive Jahre voller Gespräche, voller Austausch und Auseinandersetzungen, die mich sehr bereichert haben.
Mein Konzept hat funktioniert und in den verschiedenen Positionen, die ich im Kirchenraum präsentierte, entstand immer aufs Neue ein Dialog, der Aspekte der Welt und Kunstwelt in St. Christophorus hinein trug und Vorstellungen der Kirche und der Gemeinde wiederum nach außen mitteilte.
Bedauerlicherweise kann man ohne beständige finanzielle Basis nicht mit gleicher Intensität und Qualität weiter arbeiten. In diesen unseren Zeiten gesteigerten Konsums und sich im Materiellen erschöpfenden Erfolges kann man schwer verstehen und sogar akzeptieren, dass man solch ein Projekt ohne eigene finanzielle oder gesellschaftliche Interessen vorantreibt.
Ich möchte bei allen herzlich bedanken und verabschiede mich in der Hoffnung, dass ein Funke dieses Dialogs im Herzen erhalten bleibt.

Herzlichst
Prof. Celia Caturelli

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15. KUNST IN DER KIRCHE

Lars Breuer: „Wahrheiten“ / Malerei

15.07. 2017 – 29.09.2017 in der Kirche St. Christophorus, Berlin Neukölln 

Vernissage 14. Juli 2017, 19.30 Uhr

Lars Breuer (1974, Aachen) beschäftigt sich in seiner konzeptuellen und ortsspezifischen Malerei mit den Verhältnissen von Farbe, Raum und Fläche. Mit seiner selbstentworfenen Typografie schafft der Kölner Künstler großflächige Wandgemälde, die auf einen konkreten Ort reagieren und einen Dialog zwischen dessen Architektur und Geschichte ermöglichen. Seine Wandmalerei wirkt sowohl streng und minimalistisch als auch ornamental und raumfüllend. Er bezieht sich in seiner Arbeit oft auf die Literatur, die in seinen Bildern als Textfragmente oder Schlagwörter erscheint. Die Lesbarkeit des Motivs/der Schrift bieten dadurch mehrere Assoziationsebenen.
Für die Kirche St. Christophorus hat Lars Breuer seine Wandmalerei mit den Begriffen Wahrheiten konzipiert. Lars Breuer malt direkt auf die Wände der Seitenschiffe; die großformatige Wandmalerei zeigt auf einem schwarzen Hintergrund, zunächst scharfkantig voneinander getrennt, Farbflächen, die zusätzlich durch die Wandvorsprünge der Kirche geteilt werden. Von weitem sieht man horizontale gespiegelte Buchstaben, die sich beim genaueren Betrachten in das Wort Wahrheiten zusammenfügen. Die Gemälde verbinden dadurch einerseits die zwei gegenüberliegenden Seiten des Kirchenraums, andererseits erzeugen sie einen farblichen Kontrast. Lars Bauer spielt mit seiner strengen und konzeptuellen Malerei sowohl mit der Architektur des Ortes wie auch mit der Bedeutung des Wortes und lädt zur Reflexion und Betrachtung ein.

Lars Breuer studierte Kunstgeschichte, Philosophie an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf und Freie Kunst / Malerei in Münster (Kunstakademie Münster) und Düsseldorf (Kunstakademie Düsseldorf). Von 2004 bis 2010 war er Mitbetreiber des Ausstellungsraums KONSORTIUM in Düsseldorf. Lars Breuer hat mehrere Stipendien und Auszeichnungen bekommen: international artist and curator’s program, New York (2016), Wschodnia Residency, Łódź (2016), Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen, Reisestipendium (2015), Nordic Artist Center Dale, Aufenthaltsstipendium (2013), Künstlerdorf Schöppingen, Aufenthaltsstipendium (2011), Istanbul-Stipendium der Stadt Köln, Aufenthaltsstipendium ( 2010) u.a.
Lars Breuer war unter anderem in Einzelausstellungen im Ludwig Forum Aachen, im Kunstverein Paderborn, im Audi Kunstraum Ingolstadt, in der Temporary Gallery Cologne und in Galerien in München und Kopenhagen präsent. In Gruppenausstellungen waren seine Arbeiten u.a. zu sehen im Justin Art House Museum, Melbourne; im Museum für Konkrete Kunst, Ingolstadt; The House of Arts, České Budějovice, auf der Kaunas Biennale; in der Room East Gallery, New York sowie dem Museum Morsbroich, Leverkusen und im ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie | Museum für neue Kunst, Karlsruhe. Arbeiten in öffentlichen Sammlungen: Sammlung Wilhelm Schürmann, Aachen, Ludwig Forum für Internationale Kunst Aachen, Tiefgarage der Kunsthalle Düsseldorf, Museum Folkwang, Essen, Audi AG, Ingolstadt, Sammlung des Landes Nordrhein Westfalen, Kunsthaus NRW, Kornelimünster, Justin Art House Museum, Melbourne, Stadtmuseum.

Lars Breuer lebt und arbeitet in Köln.

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14. KUNST IN DER KIRCHE

Ton van der Laaken: „Secret sky meets Berlin“ / Installation

28.04. 2017 – 26.05.2017 in der Kirche St. Christophorus, Berlin Neukölln 

Vernissage 28. April 2017, 19.30 Uhr

Mit der Installation „Secret Sky meets Berlin“ von Ton van der Laaken (Niederlande) startet am 28.04 das Programm von Kunst in der Kirche in St. Christophorus für das Jahr 2017. Der niederländische Künstler, Professor für Gestaltungslehre an der Hochschule Düsseldorf bezeichnet seine Zeichnungen Fotoarbeiten, Installationen und Objekte als “Intervention der Stille”. Er versucht in seinen Arbeiten eine Thematisierung heutiger Zeiterfahrungen; arbeitet an der Wahrnehmung und Erfahrung ‘entschleunigender Prozesse’ und setzt sich mit der ‘Entbilderung’ der Wucht digitaler Welten auseinander. Aus drei Filzkokons (H 200 x ∅135 cm) schafft er drei Räume, die in ihrem Inneren dunkel und verschlossen, nach außen aber hell und samtig sind. Drei stille Räume im sakralen Raum der Kirche, die, die Besucher einladen, sich dort hinein zurückzuziehen, in Stille und Dunkelheit zu sitzen und der Macht von Gedanke und Bild zu entkommen.
Ton van der Laaken zitiert Meister Eckardt „Das besten in diesem Leben was man erreichen kann, ist ein Zustand des Schweigens und alle Dingen darin zu vergessen samt ihrer Bilder“. Ein Experiment, ein Dialog zwischen Wahrnehmung, künstlerischem Verständnis, buddhistischer und christlicher Meditationspraxis.

Zur Ausstellung erschein eine Publikation herausgegeben vom Fachbereich Design Peter Behrens School of Arts Hochschule Düsseldorf.

Ton van der Laaken (* 1952 Breda Niederlande) absolvierte eine Schreinerlehre, studierte Baukunde und Freie Kunst an der Kunstakademie Arnhem und absolvierte seinen MA an der Jan van Eyck Akademie in Maastricht — Mixed Media und Skulptur. Zwischen 1984 und 1995 realisierte er im europäischen Raum Wandgemälde des amerikanischen Konzeptkünstlers Sol le Witt, zudem unterrichtete er von 1986 bis 1996 an der Kunstakademie Arnhem sowie an der Akademie für Baukunst in Arnhem und Rotterdam. Seine künstlerischen Arbeiten erforschen die Grundbedingungen der Wahrnehmung — so entstehen raumbezogene Mixed Media Arbeiten, Zeichnungen, Gemälde, Skulpturen und Fotografien. Durch seine zahlreichen Reisen nach Asien sowie Klausuren in Tibetischen Klostern versucht er immer mehr die Begegnung zwischen östlichen und westlichen Denkweisen in seine künstlerische Arbeit zu integrieren. Seit 1978 stellt er in verschiedenen Ländern aus (Niederlande, Belgien, Spanien und Deutschland u.a.) aus. 2016 realisierte er „Secret Sky“ für die De Ketelfactory in Schiedam (Nl) seine Installation „Secret Sky“, wo Zeit bewusst in Dunkelheit erfahren werden konnte.
Ton van der Laaken ist seit 1996 Professor für Gestaltungslehr an der Hochschule Düsseldorf, Fachbereich Design.

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13. KUNST IN DER KIRCHE

Detlef Günther: „Grund, Transnaissance no.2“ / Malerei

21.10.2016 – 17.11.2016 in der Kirche St. Christophorus, Berlin Neukölln 

Vernissage 21. Oktober 2016, 19.30 Uhr

„Grund“ nennt der Berliner Künstler Detlef Günther seinen Zyklus aus sechs Bildern, den er für die St. Christophorus Kirche gemalt hat. Wie Farbfelder entfalten sich die dunkelgrauen bis schwarze Flächen in den Seitenschiffen. Die Bilder laden zum stillen Betrachten ein. Kein Abbild erwidert den Blick des Betrachters. Nur diese dunklen Flächen, die „Schwarz“ erscheinen. Das Auge entdeckt feine Strukturen, die auf einen langen Malprozess hindeuten. Die Farbe wurde auf- und abgetragen, eher mit den Händen als mit dem Pinsel. Sie wurde abgekratzt, mit dem Lappen gewischt, gemischt, geschrubbt. Der Ölfarbe wurden Pigmente und Graphite beigemischt. Detlef Günther spricht von einem Malprozess, der einer Waschung ähnelt. Wie ein flacher Resonanzkörper wird darin die Oberfläche untersucht, die jede Lichtreflexion verschluckt. Und immer wieder schimmert unter den dunklen Flächen ein heller Hintergrund.

Schwarz ist die Basisempfindung des Sehorgans; als unbunte Farbe beinhaltet sie die Dualität Licht/Dunkelheit, in der additiven Mischung enthält sie alle Farben. Im Schwarzen treffen sich alle Möglichkeiten der Wahrnehmung. Metaphorisch mag dies der Anfang und das Ende eines Weges bedeuten. In den Nischen der Seitenschiffe, in denen nach der katholischen Tradition die uralte christliche Geschichte erzählt wird, stellt die Malerei von Detlef Günther, die in der ikonoklastischen Tradition der Abstrakten Malerei steht, die Frage nach Repräsentation: Auf einen Grund malen, bis die Malerei selbst zum Grund wird.

Mit dem von Celia Caturelli 2013 initiierten Projekt „Kunst in der Kirche“ werden in der St. Christophorus Kirche regelmäßig Ausstellungen gezeigt. „Kunst in der Kirche“ geht der Frage nach, ob in einer immer mehr von Bildern und Informationen überfüllten Welt, Kunst -noch- eine Möglichkeit des Innehaltens und der Reflexion ermöglichen kann. Die Projekte werden für den sakralen Raum der Kirche konzipiert.

Detlef Günther (Berlin), studierte Philosophie, Soziologie, Psychologie und Kommunikationswissenschaften an der Ludwig-Maximilian-Universität in München und der Freien Universität in Berlin. Anschließend studierte er Kunst an der UDK Berlin bei Professor H.J. Diehl (Meisterschüler).
Seit 1988 hat Detlef Günther Ausstellungen im In- und Ausland in den Bereichen Malerei, Video und Multimediaenvironments. Seine Arbeiten sind u.a. vertreten in der Sammlung Karl Kremer (Gelsenkirchen), in der Kunstsammlung der Deutschen Bank (Frankfurt) und im Kunstmuseum Gelsenkirchen.

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12. KUNST IN DER KIRCHE

Armin Lindauer: „Gebetsteppiche“ / Malerei

09.09.2016 – 08.10.2016 in der Kirche St. Christophorus, Berlin Neukölln 

Vernissage 09. September 2016, 19.30 Uhr

„Gebetsteppiche“ von Armin Lindauer (Mannheim) ist die dritte Ausstellung in diesem Jahr in der katholische St. Christophorus Gemeinde im Reuter Kiez Neukölln. Als Vorlage dienen Lindauer Abbildungen traditioneller orientalischer Teppiche. Die Motive sind vergrößert dargestellt. Die Malerei ist kraftvoll und direkt. Die Spuren des Malprozesses bleiben sichtbar. Die Oberfläche des Bildes wird auf ein Motiv hin untersucht: es geht Lindauer nicht um Abbildung sondern um Malerei: wir sehen diese als Ornament, als Topoi, als Textur.

In der moslemischen Tradition schützt der, auf dem Boden ausgebreitete Teppich während des Gebets vor Unreinheit. Gleichzeitig erzählt er Geschichten ornamental, nicht abbildendend. Geschichten von Ereignissen und Wiederholungen, von einer Welt die als Geschaffene verstanden wird, als eine Konstruktion. In diesem Sinne ist ein solcher Teppich schon vor der Moderne, zugleich Text und Bild und steht in einer anderen ikonischen Tradition als die der christlichen.

Die sechs Gemälde leicht unterschiedlicher Größe werden in den Seitenschiffen gezeigt: sie dekonstruieren das Verhältnis von Malerei, Gebet und Repräsentation im Kontext einer christlichen Kirche.

Armin Lindauer studierte in Düsseldorf, Konstanz und Berlin. An der Universität der Künste Berlin (früher HdK) ist er Meisterschüler bei Prof. Helmut Lortz. Seit 1984 hatte er sein Atelier in Berlin. Von 1984 bis 1997 nimmt er verschiedene Lehrtätigkeiten an der Universität der Künste Berlin wahr. Seit 2000 ist er Professor an der Hochschule Mannheim. Seine Arbeiten wurden regelmäßig ausgestellt, unter anderem in der Kunsthalle Nürnberg, in Berliner Galerien (Galerie Michael Schulz, Artspace POT 72), dem Abgeordnetenhaus von Berlin, dem Kunstverein Schwetzigen, sowie dem Kunstverein Mannheim. Bereits 1987 erhält er den Kunstförderpreis »Stadtzeichner von Nürnberg«. Seine angewandten Arbeiten sind in den Bereichen Plakat-, Buch- und Kataloggestaltung angesiedelt und wurden mit über vierzig nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet.

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11. KUNST IN DER KIRCHE

Said Baalbaki: „Wo Milch und Honig fließen“ / Malerei

17.06.2016 – 16.07.2016 in der Kirche St. Christophorus, Berlin Neukölln 

Vernissage 17. Juni 2016, 19.30 Uhr

Said Baalbaki im libanesischen Bürgerkrieg aufgewachsen, ist ein Pendler zwischen den Welten (er lebt und arbeitet in Berlin und Beirut) und thematisiert in seiner Malerei grundlegende Menschheitsfragen von Verlust und Identität. In der gegenwärtigen schwierigen und herausfordernden sozialen und politischen Lage der Immigration ist die Frage nach der Utopie, dem Land, wo Milch und Honig fließen, mitten in Neukölln besonders brisant.
In der Werkreihe Mon(t) Liban reflektiert Baalbaki den Zwiespalt von Zerstörung und Flucht einerseits und der landschaftlichen Vollkommenheit der Heimat andererseits. Die Berge des Libanons, von deren Schönheit schon die Bibel spricht, bleiben als Traum und Quelle im Bewusstsein präsent. Sie werden jedoch von der Grausamkeit der Realität eingeholt und sind nur im künstlerischen Prozess überwindbar. Die Malerei ist ein Weg der Vergewisserung und ein affirmativer organischer Prozess gegenüber Tod, Zerstörung und Vertreibung.
Prinzipiell treibt Baalbaki die Frage nach den Mechanismen der Wahrnehmung, der Konstruktion von Wissen, Wahrheit und Authentizität an, die stark geprägt sind von den unterschiedlichen Kulturen, Religionen und Mythen. Darin, wie auch in der unmittelbaren Alltagswelt und den Erinnerungen seiner Kindheit und Jugend während des libanesischen Bürgerkriegs, findet er seine Motive. Der Künstler isoliert und abstrahiert dabei z. B. Alltagsobjekte wie Koffer, Kleidungsstücke, Gürtel. Die Dinge gewinnen ein Eigenleben, das weit über ihre eigentliche Bedeutung hinausweist.

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Unbenannt

10. KUNST IN DER KIRCHE

Christine Kriegerowski: „Auf der Suche nach einem Heiligen“ / Zeichnung

15.04.2016 – 15.05.2016 in der Kirche St. Christophorus, Berlin Neukölln 

Vernissage 15. April 2016, 19.30 Uhr

Die Auftragsarbeit von Kunst in der Kirche an Christine Kriegerowski ist ein Experiment. Die Künstlerin sollte sich mit der Figur von Vinzenz Pallotti (Italien 1795-1850) auseinandersetzen. Mit ihrem groß angelegten zeichnerischen Zyklus „Auf der Suche nach einem Heiligen“ hat Christine Kriegerowski eine sehr persönliche Annährung unternommen, zart, spielerisch, ironisch. Sie zeichnet entlang bestimmter Themen oder Fragen, die sie sich selbst stellt: „Woran erkennt man ein Wunder“, „Was ist ein Wunder“ „Wer ist ein Heiliger“. Einige diese Themen, den Mystizismus Pallottis beispielweise, formt sie in Kartuchen oder gezeichneten Begriffen wie „Anorexia Mirabilis“ „Geißelung“ oder „Demut“. Reliquien werden dazu gereiht: die abgelaufen Schuhen Pallottis, von unzähligen Internetabbildungen abgezeichnet. Die Fragen werden auch ganz konkret gestellt: als „Blurps“ oder große Sprechblasen, welche sich ungerahmt sehr konsequent in die Zeichnungsreihe integrieren und sie auch brechen: sie stellen den Augenblick der Reflexion dar.

www.kriegerowski.org

www.allgirls-berlin.de

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Einladungskarte_Valentina-Torrado

9. KUNST IN DER KIRCHE

Valentina Torrado: “aurora” / Lichtintervention

16.10.2015 – 15.11.2015 in der Kirche St. Christophorus, Berlin Neukölln 

Vernissage am 16.10.2015 um 19.30

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8. KUNST IN DER KIRCHE

Luis Luna Matiz: “Reflexión” / Raumintervention

19.06.2015 – 19.07.2015 in der Kirche St. Christophorus, Berlin Neukölln 

Vernissage am 19.06.2015 um 19.30

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7. KUNST IN DER KIRCHE

Gabi Schillig: “khrōma” / Installation

24.04.2015 – 24.05.2015 in der Kirche St. Christophorus, Berlin Neukölln 

Vernissage am 24.04.2015 um 19.30

Gabi Schillig wird mit ihrer Rauminstallation khrōma den Raum der Kirche untersuchen. Mit farbigen hängenden Textilien – nach dem Prinzip der sozialen Plastik- stellt sie die Frage der Interaktivität des Raumes und seiner Wahrnehmung.

 

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Einladungskarte_Eiszmann

6. KUNST IN DER KIRCHE

EISZMANN: Malerei

13.06. – 13.07.2014  in der Kirche St. Christophorus, Berlin Neukölln 

Vernissage am 13.05.2014 um 19.30

Der Berliner Maler Eiszmann schafft großformatige Bilder, die an Landschaften erinnern. Während des schöpferischen Prozesses bauen sich die tonalen Farbschichten aufeinander auf. Das Tasten, Bauen, Zerstören und Wiederaufbauen kennzeichnet die Arbeit von Eiszmann: Wie ein lebendiger Organismus entfalten sich seine Tafelbilder. Eiszmann arbeitet unmittelbar, vom Körper zum Körper: Er malt mit den Händen und so verdichtet sich die Farbe in Klumpen, Krusten und Risse: Die Materialität der Farbe wird Inhalt und Zweck. Eine Reflexion über die Malerei als lebendiger Prozess. Zur Vernissage spielen Elise Eiszmann (Gesang) und Amadeus Chiodi (Saxofon).

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Einladungskarte_Kathrin_Tillmanns

5. KUNST IN DER KIRCHE

Kathrin TIllmanns: „33 Tage“ / Fotografie

09.05. – 07.06.2014  in der Kirche St. Christophorus, Berlin Neukölln 

Vernissage am 09.05.2014 um 19.30

Die Fotografin aus Mönchengladbach hat 33 Tage lang immer zur gleichen Uhrzeit und mit der selben Einstellung die Herreninsel im Chiemsee fotografiert.  Nur Schärfe und  Blende wurden verändert. Dadurch ist eine Serie aus 33 Bildern entstanden, die das Wechselspiel von Nähe und Distanz während des Wahrnehmungsprozesses untersucht. Es entstand eine lyrische und konzeptionelle Arbeit, die, die Frage nach Betrachtung und Anschauung stellt: die Metapher der Insel als Ort des Rückzug und Selbstfindung.

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Einladungskarte_Natalia-Stürz-1

4. KUNST IN DER KIRCHE

Natalia Stürz: „Hier und Jetzt und Anderswo“ Videoinstallation

24.01.- 28.02.2014  in der Kirche St. Christophorus, Berlin Neukölln 

Vernissage am 24.01.2014 um 19.30

Wir werden zu den fernen Orten hingezogen, mit der Hoffnung, dort Glücksmomente

zu erleben, die wir in unserem Alltag nicht zu erreichen meinen. Auf der Suche nach einem richtigen Reiseziel blättern wir in Reisekatalogen, die uns paradiesische Orte versprechen.

Die Videoinstallation „Hier und Jetzt und Anderswo“ von Natalia Stürz beschäftigt sich mit dem Begriff des Glücks, der in Zeiten globaler Vernetzung und grenzenloser Mobilität vom totalen Tourismus in Frage gestellt wird.

Natalia Stürz 1977 in Nowgord, Rusland geboren hat Visuelle Kommunikation an der FH D Fachhochschule Düsseldorf (1999-2004) und an der Düsseldorfer Akademie (2005-2006) studiert.

In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit der Konstruktion visuelle Wirklichkeit zwischen Repräsentation und Vorstellung(en). Ihre Arbeit wurde gezeigt u.a.  in : The Big Screen & Film Gallery, Southwold, UK (2012), Kill Your Timid Notion Festival, Dundee Contemporary Arts, UK (2010) European Media Art Festival, Osnabrück (1999) Internationale Kurzfilmtage Oberhausen, lobende Erwähnung (Preis des NRW-Wettbewerbs) (1999) Beyond Media – International Festival For Architecture and Media, Florenz, Italien (1999) One Minute Film & Video Festival, Aarau, Schweiz (1999) FILMZ Festival des deutschen Kinos, Mainz (1999) Around the World in 14 Films, Berlin Babylon Filmvestival, Berlin (1999)

Cold Opening: Filmabend zur Regionale 10, Kunsthalle Basel

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Einladungskarte_Caroline-Kryzecki

3. KUNST IN DER KIRCHE

Caroline Kryzecki: 3 – 7 – 9 – 14 – 21

28.09. – 03.11.2013 in der Kirche St. Christophorus, Berlin Neukölln 

Vernissage am 28.09.13 um 19.30

Mit Caroline Kryzeckis „3-7-9-14-21″ wird die Ausstellungsreihe des Projekts „Kunst-in-der-Kirche“ fortgesetzt.

Caroline Kryzecki hat sich für ihr Projekt mit dem Verhältnis von Maßen und Formen vorhandener architektonischer Elemente zu den sechs Wänden der Seitenschiffe der Kirche auseinandergesetzt. Sie entwickelte dadurch ein System von linearen Strukturen und geometrischen Farbflächen, mit denen sie direkt auf den Wänden arbeitet. Für ihre Flächen und Formen benutzt sie bunten Acryllack, ihre linearen Strukturen zeichnet sie mit blauen Kugelschreibern.

Mit Ihrem Projekt „3-7-9-14-21“ – der Name bezieht sich auf ihre Arbeitsmethode – reagiert Caroline Kryzecki unmittelbar auf den Raum der Kirche und stellt die immerwährende Frage der Raumwahrnehmung im Bezug auf Farbe, Form und Licht.

http://kryzecki.de/

 

 

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 Héctor-Navarrete_Einladungskarte

2. KUNST IN DER KIRCHE

Héctor Navarrete: Ansicht des Windes

14.06. – 16.06.2013 in der Kirche St. Christophorus, Berlin Neukölln 

Wandinstallation aus 30 Aquarellen  (30 x 40 cm-100 x 70 cm)

und Videoprojektion  „An-Sichten“ 15 min. HD

“In Córdoba, Argentinien, geboren, habe ich meine Kindheit in Sumampa, einem kleinen Ort im Nordosten Argentiniens in der Provinz Santiago del Estero verbracht.

Die trockene Hitze, die Unendlichkeit der Horizontlinie, die ocker – braunen Töne der Erde, der staubige Wind prägten meine Kindheit.  Sumampa (Sumaj Mampa ) bedeutet „schöne Mampa“,  fliessendes Wasser und heute, nach über 20 Jahren Berliner Lebens sind diese Erinnerungsbilder dieser Landschaft, die „Ansichten“ meiner kaleidoskopischen Wahrnehmungsmuster.

In Berlin lebe ich seit über 20 Jahren, in Kreuzkölln. Jeden Tag laufe ich über den Hermannplatz, ein faszinierendes Niemandsland, wo Menschen aus verschiedenen Nationalitäten, Sprachen, Religionen und Sozialschichten sich begegnen, nebeneinander laufen, sich ignorieren oder sogar von einander Abstand halten.

Wenn ich diese Menschen beobachte, denke ich daran, welche deren Erinnerungsbilder, welche wohl deren Kindheitslandschaften, deren Ansichten und verschiedenen Perspektiven sein mögen, die jeder von denen –so wie ich- über den Hermannplatz mit sich trägt.

In meinem Projekt „Ansicht des Windes“ für die Kirche St. Christophorus möchte ich diese Thematik aufgreifen. Dafür werde ich eine Serie von Aquarellbildern verschiedener Formate (30x 40 bis100x70 cm) herstellen wo ich einerseits meine Landschaft aus der jetzigern Berliner Perspektive darstelle und anderseits meine Beobachtungen von den „Neuköllner Landschaften“ am Hermannplatz oder anderen Eckens Neuköllns mit der selben malerischen Technik darstelle.

Mit dieser Serie von Bildern (insgesamt 25/30 Bilder) werde ich in den Seitenschiffen der Kirche auf 5 Flächen jeweils 2.30 x 300 cm , fünf verschiedene Ansichten als Wandinstallation bauen. Die Bilder der Kindheitserinnerungen, die dürren Äste, die braune Erde, die wüstenähnliche Landschaft, treffen oder „begegnen“ die am Hermannplatz sitzende Bettlerin, die türkische Mutter, dem Gemüsehändler.

Auf die sechste Wand des Seitenschiffes werde ich mein Video „An – Sichten“ (15 min.) als Endlosprojektion zeigen. Diese Arbeit besteht aus Beobachtungen, die ich aus meinem Fenster im dritten Stock in der Diffenbachstrasse zwischen März und Mai machen werde.  Die Bilder werden – wie meine Aquarellbilder-  eine persönliche Bestandaufnahme , eine neue Ansicht.

Zum Schluss möchte ich  mit dem folgenden Zitat von dem an der UDK, Berlin lehrenden Philosoph Buyng-Chul Han aus seinem Buch „ Philosophie des Zen-Buddhismus“  erklären:

In der fernöstlichen Kultur, die wohl mehr der Vergänglichkeit und Verwandlung als der Identität und Beständigkeit zugewandt ist, wird das Wort “Wind” sehr häufig verwendet. “Landschaft”  etwa heißt “ANSICHT DES WINDES”. Statt von der Landschaft müsste man von einer Windschaft sprechen. In dieser fernöstlichen Sicht verliert die Landschaft das feste, das mit dem Land konnotiert ist. Dafür bekommt sie etwas Fließendes oder Verfließendes

Héctor Navarrete, Berlin 2013

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Pedro-Roth_Einladungskarte_Vorderseite

1. KUNST IN DER KIRCHE

Pedro Roth: Pfingsten oder über die Möglichkeit des Dialogs

10.05. – 10.06.2013 in der Kirche St. Christophorus, Berlin Neukölln 

Ab dem 10.05.2013 präsentiert die Kirche St. Christophorus den Zyklus Pfingsten oder über die Möglichkeit des Dialogs des argentinischen Künstlers Pedro Roth. Die Serie mit dem Originaltitel Pentecostés, o sobre la posibilidad del diálogo umfasst 40 Tinten- und Acrylzeichnungen auf Papier.

Pfingsten ist für Roth ein starkes Symbol für die Möglichkeit des Dialogs und der Verständigung in einer Welt, die seinen Worten nach „von der Macht des Irdischen, von Ideologien und Fanatismus beherrscht wird“. In seinen kraftvollen Zeichnungen, die oft an Kinderzeichnungen erinnern, taucht das Motiv des Feuers immer wieder auf, Wörter und Sätze kreuzen die Fläche des Bildes wie ein Rufen, Sterne dehnen sich aus, neben Händen, die wie Wälder wirken. Seine Figuren, Fabelwesen, Tiere und Gestalten erzählen Geschichten, in denen das Autobiografische sich mit Erträumtem und Fabuliertem vermischt. Oft zeichnet er seine Bilder in seinem Bett liegend, in der nähe des Schlafs, traumwandlerisch. Bilder, sagt er, sind „Träume sind, an die ich mich nicht erinnern kann“.

Pedro Roth wurde 1938 als Sohn jüdischer Eltern in Budapest geboren; der mütterliche Zweig seiner Familie überlebte den Holocaust, der Vater und ein großer Teil seiner Familie wurden in Auschwitz ermordet. Seine Kindheit und Jugend verbrachte Pedro Roth im stalinistischen Rumänien und im Israel der frühen Fünfziger, bevor die Familie 1955 nach Argentinien emigrierte. Er studierte Film, als bildender Künstler ist Pedro Roth Autodidakt.

Seine Arbeiten sind unter anderen zu sehen im Museo de Arte Moderno Buenos Aires (MAMBA), im Museo de Arte Contemporáneo (MACLA) La Plata Argentinien, im Jüdische Museum Prag, sowie Museo Judío de Buenos Aires.

Im Jahr 2010 wurden seine Künstlerbücher in Iberoamerikanischen Institut Berlin gezeigt.

Mit der Ausstellungsreihe Kunst in der Kirche wird mitten in Neukölln ein neuer Kunst- und Kulturraum begründet. Mit regelmäßigen Ausstellungen und Kulturprojekten wird ein Dialog zwischen dem sakralen Raum und dem symbolischen Raum der Kunst mitten im Leben eröffnet. Die Reihe wird von der Berliner Künstlerin Celia Caturelli kuratiert.

Pedro Roth: Pfingsten oder über die Möglichkeit des Dialogs

10.05. – 10.06.2013 in der Kirche St. Christophorus, Berlin Neukölln

Öffnungszeiten:

Di: 14.00 – 17.00

Mi: 9.00 – 12.00

Do: 16.00 – 18.00

Fr:  12.00 – 16.00

Sa: 11.00 – 18.00

So: 11.30-13.00

Vernissage:  10.05.2013, 19.00 Uhr

St. Chrsitophorus, Nansenstraße 4, 12047 Berlin

http//www-kunst-in-der-kirche.com

http://www.pedroroth.com.ar

http//www.gelassen-atmet-der-tag.de

http//www.celiacaturelli.de

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Pedro Roth, argentinischer Künstler, wurde 1938 als Sohn jüdischer Eltern in Budapest  geboren; der mütterliche Zweig seiner Familie überlebte den Holocaust,  der Vater und ein großer Teil seiner Familie wurden in Auschwitz ermordet. Seine Kindheit und Jugend verbrachte Pedro Roth im stalinistischen Rumänien und im Israel der frühen Fünfziger, bevor die Familie 1955 nach Argentinien emigrierte. Er studierte Film, überstand die Militärdiktatur der siebziger Jahre ebenso wie den großen Anschlag auf die AMIA, die jüdische Gemeinde in Buenos Aires, in den Neunzigern.

Als bildender Künstler ist Pedro Roth Autodidakt. Seine Bilder –Malerei und Zeichnungen-

sprechen von seiner jüdischen Identität, vom Verlust des Vaters in Auschwitz,  von den Kindheitserinnerungen in Rumänien und den Rabbinern, die ihm dort die alte jüdische Tradition beibrachten und von der neuen Heimat in Argentinien.

Die Auseinandersetzung mit dem Holocaust nimmt in seinen Zeichnungen eine wichtige Rolle an.

Seine Bildsprache ist nicht an die Strömungen oder Gesetze des Marktes gebunden und knüpft – ohne bewusste kunstgeschichtliche Reflexion –  an die jüdische Bilderwelt der 20er Jahre des letzen Jahrhunderts an. Im Kontext der argentinischen Malerei kann man die Bilderwelt von Pedro Roth in der Nähe der hermetischen und kabbalistischen Welt eines Xul Solar ansiedeln. Seine Figuren, Fabelwesen, Tieren, Gestalten, die oft wie Kinderzeichnungen wirken, erzählen Geschichten,  Geschichten  „ohne Bedeutung“ ,   Roth zitierend,  wo das Autobiografische sich mit Erträumtem oder auch Fabuliertem vermischt.

Oft malt und zeichnet  Pedro Roth seine Bilder in  seinem Bett liegend, diese Besonderheit rückt die Arbeit von Pedro Roth in die Nähe  des Schlafs und des Traumes; Bilder, wie er sagt, die „ die Träume sind, an die ich mich nicht erinnern kann“.

Für die Kirche St. Christophorus hat Pedro Roth seine Serie “Pentecostés” ein großes Konvolut von Zeichnungen (Acryl und Tusche auf Papier)  zum Thema Pfingsten gemacht.  Die Ausstellung wird am 10.05  um 19.00 eröffnet und dauert bis zum  12.06.2013

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Pedro Roth, Argentine artist, was born in 1938 to Jewish parents in Budapest, his family on the maternal side survived the Holocaust, his father and a big part of his family have been murdered in Auschwitz. Pedro Roth spent his childhood and  youth  in Stalinist Romania and Israel in the early fifties, before the family emigrated to Argentina in 1955. He studied film, overcame the military dictatorship of the seventies as well as the assassination of AMIA, the Jewish community in Buenos Aires, in 1994.

Pedro Roth is an autodidactic artist. His paintings and drawings speak about his Jewish identity, the loss of his father at Auschwitz, about his childhood memories in Romania. The Holocaust is an important topic in his work.

His imagery is not bound by the laws of the market and trends  – without conscious reflection art history – to the Jewish imagery of the twenties of the last century. In the context of Argentine painting,  the pictures of Pedro Roth can be settled near the hermetic and kabbalistic world of Xul Solar. His figures, mythical creatures, animals, figures, who often seem like children’s drawings, story-telling, “irrelevant stories”, quoting Roth, where the autobiographical mixes with dreams and tales.

Often Pedro Roth draws and paints his pictures lying in his bed, this special feature focuses drew the work of Pedro Roth in the vicinity of sleep and dreams, images, he says that “the dreams that I can not remember” .

For the Church of St. Christopher, Pedro Roth has made  “Pentecostés”: a great series of drawings (acrylic and ink on paper)  on the theme  “Pentecost”.

The exhibition opens at 10.05 at 19.00 and lasts until 12.06.2013

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