SAID BAALBAKI

In Zusammenarbeit mit der  C&K Galerie und der Galeristin Christiane Bühling-Schultz, präsentiere ich im Juni die Ausstellung “Wo Milch und Hönig fließen” des in Berlin lebenden libanesischen Künstler Said Baalbaki (Beirut). Mit einer intensiven Malerei denkt Baalbaki in seinen Bildern darüber nach über Verlust, Flucht und Identität.

Said Baalbaki im libanesischen Bürgerkrieg aufgewachsen, ist ein Pendler zwischen den Welten (er lebt und arbeitet in Berlin und Beirut) und thematisiert in seiner Malerei grundlegende Menschheitsfragen von Verlust und Identität. In der gegenwärtigen schwierigen und herausfordernden sozialen und politischen Lage der Immigration ist die Frage nach der Utopie, dem Land, wo Milch und Honig fließen, mitten in Neukölln besonders brisant.

In der Werkreihe Mon(t) Liban reflektiert Baalbaki den Zwiespalt von Zerstörung und Flucht einerseits und der landschaftlichen Vollkommenheit der Heimat andererseits. Die Berge des Libanons, von deren Schönheit schon die Bibel spricht, bleiben als Traum und Quelle im Bewusstsein präsent. Sie werden jedoch von der Grausamkeit der Realität eingeholt und sind nur im künstlerischen Prozess überwindbar. Die Malerei ist ein Weg der Vergewisserung und ein affirmativer organischer Prozess gegenüber Tod, Zerstörung und Vertreibung.

Prinzipiell treibt Baalbaki die Frage nach den Mechanismen der Wahrnehmung, der Konstruktion von Wissen, Wahrheit und Authentizität an, die stark geprägt sind von den unterschiedlichen Kulturen, Religionen und Mythen. Darin, wie auch in der unmittelbaren Alltagswelt und den Erinnerungen seiner Kindheit und Jugend während des libanesischen Bürgerkriegs, findet er seine Motive. Der Künstler isoliert und abstrahiert dabei z. B. Alltagsobjekte wie Koffer, Kleidungsstücke, Gürtel. Die Dinge gewinnen ein Eigenleben, das weit über ihre eigentliche Bedeutung hinausweist.

www.cundkgalerie.de

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